Geschichte

 

DJK Flörsheim
Der Beginn einer Vereinshistorie

 

 

Als Quellen wurden genutzt:

  • Die Festschriften zu den 40-, 60- und 70 jährigen Jubiläen
  • Der Festvortrag von Herrn Engelbert Kohl zum 80 jährigen Jubiläum
  • Das Buch „Mit stolzer Brust – 100 Jahre SV 09“ von Herrn Peter Becker

 

Jeder, der dazu beitragen kann Lücken zu füllen, ist herzlich willkommen.
Bitte melden Sie sich per E-Mail bei
alois.platt@djk-floersheim.de

 

 

Tabellarischer Überblick

 

1924

Vereinsgründung

1931

Zu den vorhandenen Fußball- und Leichtathletikabteilungen kommt eine Turnabteilung

1935

Verbot durch das Regime der Nationalsozialisten

1954

Wiedergründung

1961

Meister der Fußball-C-Klasse und Aufstieg in die B-Klasse

1962

Gründung der Leichtathletikabteilung

1963

Meister der Fußball-B-Klasse und Aufstieg in die A-Klasse

1969

Gründung einer Gymnastikabteilung für Frauen und einer Turnabteilung

1970

Gründung der Judoabteilung und Fertigstellung der ersten Flutlichtanlage

1971

Erste Ausgabe der Vereinszeitung „Im Blickpunkt“

1975

Gründung der Volleyballabteilung

1977

Goldmedaille für die Gymnastikwettkampfgruppe bei den deutschen DJK-Meisterschaften in Mainz Meister der Fußball-B-Klasse und Aufstieg in die A-Klasse

1982

Das 1.000 Mitglied wird aufgenommen

1983

Ausrichter des 4. Wandertages des DJK-Landesverbandes Hessen

1984

Meister der Fußball-B-Klasse und Aufstieg in die A-Klasse

1985

Goldmedaille für die Gymnastikwettkampfgruppe bei den deutschen DJK-Meisterschaften in Ingolstadt

1987

Meister der Fußball-B-Klasse und Aufstieg in die A-Klasse

1988

Fertigstellung unseres Clubhauses, das heute den Namen „Bernd-Ludwig-Vereinsheim“ trägt

1989

Goldmedaille für die Gymnastikwettkampfgruppe bei den deutschen DJK-Meisterschaften in Düsseldorf

1991

„Sepp-Herberger-Preis“ für die vorbildliche Jugendarbeit in der Fußballabteilung

1993

Goldmedaille für die Gymnastikwettkampfgruppe bei den deutschen DJK-Meisterschaften in Bamberg

1995

Ausrichter des 16. Wandertages des DJK-Landesverbandes Hessen

1996

Gründung der Ju-Jutsu Abteilung

1997

Gründung der „Ü-50“
2 Silbermedaillen und eine Bronzemedaille für die Wettkampfgruppen Gymnastik und Tanz beim DJK Bundessportfest in Düsseldorf

1998

Veranstaltung der ersten Matinee für Gymnastik und Tanz

2001

Hessenpokalsieger Gymnastik und Tanz für die Wettkampfgruppe "Domino"
Höchstwertung im Turnschaukasten beim Landesturnfest in Bad Homburg für die "Alten Hasen" 2 Silbermedaillen und eine Bronzemedaille für die Wettkampfgruppen Gymnastik und Tanz beim DJK Bundessportfest in Koblenz

2002

Die Wettkampfgruppe "Domino" erhält beim Deutschen Turnfest in Leipzig die Höchstwertung im Bereich Turnschaukasten

2003

Gründung der Wanderabteilung

2004

„Sepp-Herberger-Preis“ für die vorbildliche Jugendarbeit in der Fußballabteilung (zum zweiten Mal) Gründung der Kinder-Leichtathletik-Abteilung und
Nordic Walking

2006

Gründung Showturngruppe Sijabula, erste Auftritte und Wettkämpfe

2007

Meister der Fußballer in der Kreisliga A und Aufstieg in die Bezirksliga (heutige Kreisoberliga)

Sijabula mit CrimeTime Teilnahme am Bundesfinale „Rendezvous der Besten“

2008

Aufstieg der 2. Fussballmannschaft in die Kreisliga B
Sijabula 3. Platz Hessischer Vorentscheid „TuJu-Stars“ mit Crime Time
Erste Auftritte der Showturngruppe Mapindus

2009

Sijabula mit Kinderträume: 1.Platz Hessische Qualifikation Rendezvous der Besten und Teilnahme am Bundesfinale; 2. Platz Hessischer Vorentscheid TuJu-Stars und Teilnahme am Bundesfinale
Deutsches Turnfest in Frankfurt: mit Beteiligung von Anyata, Danzate, Mapindus und Sijabula; die Teilnehmer, die in der Paul-Maar-Schule untergebracht sind, werden von der DJK betreut.
Die Showtanz-Wettkampfgruppe Anyata nimmt am Deutschen Turnfest mit "ausgezeichnetem Erfolg" teil

2010

Mapindus 1.Platz TuJu-Stars beim Turnfest Rheinland-Pfalz mit „Plitsch-Platsch-Sommerspaß“
Ausrichter des 31. Wandertages des DJK-Landesverbandes Hessen
Die Showtanzformation Anyata siegt beim hessischen Landesentscheid „Rendezvous der Besten“ und erhält beim Bundesfinale die höchste Auszeichnung "DTB-Showgruppe 2010"

2011

Mapindus 2. Platz Hessischer Vorentscheid TuJu-Stars in Hessen mit „Plitsch-Platsch-Sommerspaß“
Die Showtanzformation Anyata belegt beim hessischen Landesentscheid „Rendezvous der Besten“ Rang 2, qualifiziert sich somit erneut für das Bundesfinale und erhält dort zum zweiten Mal in Folge die höchste Auszeichnung des Deutschen Turnerbundes.

2012

Mapindus richtet Hessischen Vorentscheid TuJu-Stars in Flörsheim aus, belegt den 2. Platz und nimmt am Bundesfinale teil; 1. Platz „It’s Showtime“ in Neuhof
Goldmedaille für die Showtanzformation Anyata bei den deutschen DJK-Meisterschaften in St. Ingbert.
Installation einer Solaranlage zur Wassererwärmung und Heizungsunterstützung auf dem Dach unseres Clubheims.

 

Vorgeschichte

Am 18. September 1920, während des Katholikentages in Würzburg, wurde unter Führung von Prälat Karl Mosterts die „Deutsche Jugendkraft“ (DJK), als „Reichsverband für Leibesübungen in katholischen Vereinen“, gegründet.
Uns mag der Name „Deutsche Jugendkraft“ heute einerseits wenig Sport bezogen klingen und andererseits fragen wir uns, was hat denn Religion mit Sport zu tun? Nun, der Ausdruck „Jugendkraft“ stand für Vitalität und Beweglichkeit, Einheit von Körper und Geist, von Leib und Seele, von Lebensbejahung und Lebensfreude. Und Sport treiben heißt auch Gemeinschaft erleben. Da spielt es schon eine Rolle, welches Menschenbild diese Gemeinschaft hat. Im Übrigen war in dieser Zeit die Gründung eines Sportverbandes „mit Hintergrund“ nichts Ungewöhnliches. Es gab bereits weltanschaulich geprägte Sportverbände wie den „Arbeiter-Turner-Bund“ (1893) oder die „Jüdische Turnerschaft“ (1903). Ein Jahr später, also 1921, wurde von evangelischer Seite der Sportverband „Eichenkreuz“ gegründet.

1924 bis 1935

 

Die DJK Flörsheim ist, wie wohl die meisten DJK Vereine, aus den Sportabteilungen der bestehenden katholischen Jugendvereine hervorgegangen. Schon früh war in Flörsheim der Sportgedanke in der Jugend lebendig. So hatte der Vorgänger der Kolpingfamilie, der kath. Gesellenverein, eine große Anzahl sportbegeisterter Jugendlicher in seinen Reihen und der kath. Jünglingsverein hatte eine eigenständige Sportabteilung, in der die verschiedensten Ballspiele gespielt wurden. Diese Sportabteilung schloss sich im Frühjahr 1924 dem DJK-Verband an. In der ersten Zeit führte die Abteilung nur gelegentlich einige Fußballspiele aus. Da dies auf Dauer keine Lösung war, machten sich die Mitglieder der Abteilung selbstständig und gründeten einen neuen Verein:


                                      DJK - Kickers Flörsheim am Main


Als Stammverein galten sämtliche kath. Vereine.
Das Vereinslokal war der Schützenhof und der Sportplatz war der Schulhof der Riedschule. Zu jedem Spiel, das auf dem Sportplatz stattfand, musste der Platz erst hergerichtet werden. Das galt sowohl für die Fußballer als auch für die Leichtathleten. Der Sport- und Spielbetrieb wurde am Anfang durch die Fußballmannschaft und eine Leichtathletikabteilung durchgeführt, die dem DJK-Bezirk Mainz/Rhein angeschlossen waren.

 

Der Schulhof der Riedschule wird zum Sportplatz

 Friedrich Reul (Technischer Leiter), Karl Schichtel (Vorsitzender), Franz Schäfer, Philipp Josef Hahn, R. Jäger, Alois Lauck, Josef Martini, M. Schichtel, G. Laßmann, H. Ruppert, Adam Wittekind

 

Fußball

 

Die Fußballer, die früher in der Mannschaft des kath. Jünglingsvereins gespielt hatten, bildeten auch die Anfangsmannschaft der DJK. Auf sie bauten sich die DJK-Kickers auf.
Männer wie die Brüderpaare Jäger, Laßmann, Wittekind sowie Albert Richter und Adam Messerschmidt sorgten dafür, dass die DJK-Kickers weit über die Bezirksgrenze hinaus als spielstark und fair bekannt waren.
Die Klasseneinteilung des DJK-Verbandes für Fußball war – ähnlich wie beim DFB - die Gau-, Bezirks-, A- und B-Klasse, allerdings spielten die DJK-Vereine bis 1933 nur untereinander.
Entsprechend der Spielstärke spielte die 1. Mannschaft in der Bezirksklasse. Im Spieljahr 1926/27 lag am Ende der Verbandsrunde Flörsheim mit Kastel an der Spitze. Das Entscheidungsspiel gewannen die DJK Kickers mit 2:0. Die erste Meisterschaft war errungen. Bis zur zwangsweisen Auflösung im Jahre 1935 konnten die DJK Kickers Flörsheim noch fünfmal den Titel eines Rheinbezirksmeisters erringen und zwar hintereinander in den Jahren 1927-29 und 1932 und 1933.
Aber nicht nur die 1. Mannschaft, sondern eine zweite, eine Jugend- eine Schüler- und eine Altherrenmannschaft sorgten dafür, dass bei den Kickers immer Betrieb war.
Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde es für die DJK-Vereine ungemütlich. Religion passte nicht in das Bild der neuen Machthaber. Schikanen und Behinderungen nahmen immer mehr zu und der reine DJK-Spielbetrieb wurde verboten. Ab der Saison 1933/1934 wurden alle konfessionellen Fußballvereine dem DFB zugeordnet. Die DJK-Kickers wurden in die II Kreisklasse des Kreises Wiesbaden eingeteilt.
Aber auch in der neuen Umgebung bewies die DJK ihre Spielstärke. Nur dem Polizei-Sport-Verein Wiesbaden gelang es, die Punkte aus Flörsheim zu entführen.
Allerdings wurden die Schwierigkeiten für die konfessionellen Sportvereine immer größer. Schon ein "lautes Husten" auf dem Sportfeld konnte Platzverweis und damit Sperre bedeuten. Den Mitgliedern des damaligen Spielausschusses und dem Trainer Georg Tremper war es zu danken, dass der Spielbetrieb bis zur Auflösung weitergeführt werden konnte, wenn auch unter größten Schwierigkeiten. 

 

Leichtathletik

 

Mit Aufbau der DJK zeigte sich gleichzeitig ein großes Interesse für die Leichtathletik. Viele Fußballspieler trieben Leichtathletik als Ausgleichssport, um auch sportlich aktiv zu sein, wenn im Fußball so etwas wie Ruhe herrschte. Auf vielen Leichtathletikfesten sah man die Flörsheimer „Jugendkraftler“ als Teilnehmer und mancher Sieg wurde erkämpft.
Bei einem Straßenlauf „Längs durch Flörsheim“, Beginn: Hochheimer Straße über Grabenstraße, Riedstraße, Ziel: Sportplatz an der Riedschule, Länge ca. 1.000 m, veranstaltet von den sporttreibenden Vereinen, erzielte Adam Messerschmitt von der DJK mit 2:31,3 Min. eine hervorragende Zeit.
Bekannte DJK-Leichtathleten waren damals auch Paul Mohr, Willi Bockelkamp, Franz Schäfer, Otto Steinbrech sowie Josef Laßmann, die unseren Verein bei vielen Veranstaltungen in Höchst, Frankfurt, Mainz oder Rüsselsheim vertraten.

 

Am 7. Oktober 1928 fanden dann die ersten Vereinsmeisterschaften der DJK Flörsheim statt. Die Wettkämpfe wurden in allen von der Leichtathletikabteilung betriebenen Disziplinen ausgetragen und die Meister ermittelt.

 

(Originalurkunde v. 1928)

 

Turnen

 

Dem Wunsch einiger Mitglieder entsprechend, wurde nach gründlicher Vorbereitung am 15.06.1931 eine Turnabteilung der DJK gebildet. Als Turnwart für die Ausbildung und Leitung konnte Karl Reith gewonnen werden. Bei der Familienfeier des kath. Kirchenchores am 15.11.1931 zeigte die Schülerriege zum ersten Mal vor Publikum, was sie in eifrigem Training eingeübt hatte. Anlässlich des 40-jährigen Bestehens des katholischen Jungmännervereins konnten die Turner sogar eine Schüler- und Seniorenriege stellen.
Im darauffolgenden Jahr wurden etliche Schauturnen und Wettbewerbe besucht. Insbesondere war es Karl Reith, der mit hervorragenden Leistungen die Farben der DJK vertrat. Unter anderem wurde er 1932 Kreismeister am Barren und Reck und nahm auch am 3. Reichstreffen der DJK in Dortmund teil.
Bei den Bezirksmeisterschaften in Gonsenheim belegte Karl Reith den 1., Lorenz Rühl den 2., und Georg Westenberger den 3. Platz.
1933 erreichte die Riege der DJK Flörsheim in einem Vergleichskampf der Städte Kirdorf (Stadtteil von Bad Homburg), Offenbach, Hanau und Flörsheim den 2. Platz. Das war ein schöner Erfolg, doch sollte es das letzte öffentliche Auftreten der Turnabteilung vor der Auflösung der DJK sein.

Januar 1954: Bunter Abend der DJK-Sportabteilung im "Hirsch"

 

 

Verbot 1935

 

Die Schikanen, Behinderungen und offenen Anfeindungen, denen die DJK-Vereine und ihre Mitglieder immer stärker ausgesetzt waren, fanden in der Ermordung des DJK-Reichsführers Adalbert Probst durch die National-sozialisten am 30.06.1934 ihren traurigen Höhepunkt.
Ein Jahr später, am 20.07.1935, wurde durch einen Erlass des Reichsinnenministers allen konfessionellen Jugendverbänden jede Betätigung, die nicht kirchlich-religiöser Art war, verboten. Dadurch wurde auch der DJK die Grundlage für das Weiterbestehen ihres Vereins entzogen. Dies bedeutet das vorläufige Ende der Sportgemeinschaft.

 

Erste Schritte nach dem Krieg

 

Als im Jahre 1945 der Zweite Weltkrieg und damit auch die NS-Herrschaft ein Ende genommen hatte, wollten die alten DJK-ler, die im Jahre 1935 das Verbot der Deutschen Jugendkraft miterleben mussten, von neuem beginnen. Aber so einfach war dies nicht. Da bestand zunächst einmal ein Verbot der Besatzungsmächte, einen konfessionellen Sportverband zu gründen; zum anderen war man sich im katholischen Lager nicht über die Konzeption der DJK im Klaren. Die meisten alten DJK-ler wollten dort weitermachen wo man 1935 aufhören musste. Generalpräses Ludwig Wolker jedoch suchte einen neuen Weg. Er gründete die Deutsche Jugendkraft als Anschlussverband an den Deutschen Sportbund. Ludwig Wolker wurde der große Einiger im Deutschen Sport und der eigentliche Gründer des Deutschen Sportbundes. Auch in der Deutschen Jugendkraft kam man letztlich zu der Erkenntnis, dass sein Weg zum großen Ziel führte.
In den ersten Jahren nach dem Krieg gab es auf Diözesanebene eine Handballrunde innerhalb des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), daran beteiligte sich auch eine Mannschaft aus Flörsheim. Den eigentlichen Anstoß zur Intensivierung der Sportarbeit im katholischen Raum unserer Pfarrei gab ein Fußballspiel, das im Frühjahr 1951 gegen den BDKJ Rüsselsheim mit 2:0 gewonnen wurde. Zur gleichen Zeit wurde zum ersten Mal eine Diözesan-Jungschar-Fußballrunde durchgeführt, an der sich die Flörsheimer Jungschar mit zwei Mannschaften beteiligte. Die 1. Jungscharmannschaft gewann die Dekanatsmeisterschaft und die Südmeisterschaft der Diözese.
Im Spätsommer 1951 wurde dann, ermuntert durch die sportlichen Erfolge, eine Sportabteilung gegründet und unter dem Namen Spielvereinigung 1951 Flörsheim im Landessportbund Hessen angemeldet. Eine Jugend- und eine Schülermannschaft sollten an der Verbandsrunde teilnehmen; jedoch musste die Jugend sofort wieder zurücktreten, da deren Spiele am Sonntagvormittag stattfanden und so mit dem sonntäglichen Gottesdienst kollidierten. Die Schülermannschaft spielte in der Verbandsrunde. Die Spielvereinigung 1951 löste sich zwar aufgrund interner Schwierigkeiten wieder auf, der Sport in den Reihen des BDKJ ging aber weiter. Davon zeugen die Teilnahme an Dekanatssportveranstaltungen und am 1. Landessportfest der DJK und des BDJK im Jahre 1952 in Hanau.
Der Wille zur Gründung eines DJK-Vereins war in den Reihen der Flörsheimer kath. Jugend immer vorhanden und die Gründung selbst war nur eine Frage der Zeit. Zunächst kam es am 21.8.1953 im Pfarrheim zur Gründung einer selbstständigen DJK-Sportabteilung innerhalb des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend, der sofort 30 Jugendliche beitraten. Dies war der Anfang und der Grundstock für die Gründung eines DJK-Vereins, denn diese DJK-Sportabteilung entwickelte ein reges sportliches Leben. Bereits am 4.10.1953 wurde ein Sporttag durchgeführt, an dem 5 Mannschaften zum Spiel antraten und am 15.11.1953 führte die DJK-Sportabteilung im Auftrag der Diözesanführung das Diözesanhandballturnier durch. Diese beiden Veranstaltungen waren eine gute Werbung für die Deutsche Jugendkraft in Flörsheim. Eine Werbung bei den früheren DJK-Mitgliedern brachte der jungen Abteilung 40 neue passive Mitglieder. Die Tatsache, dass diese alten DJK-ler zur Mitarbeit bereit waren sowie die Verdoppelung der Zahl der aktiven Sportler innerhalb von 5 Monaten, gab Mut zur Neugründung.

 

Lassen Sie sich von dem folgenden Bild nicht irritieren, wenn sie einige der Herren nur als Fußballer kennen sollten. Damals haben diese jungen Männer auch Handball gespielt. Handball wurde damals als „Feldhandball“ auf einem Fußballplatz gespielt.

 

 

Wiedergründung 1954
DJK Sportclub Schwarzweiß 1924 Flörsheim

 
Am 28.3.1954 hatten die Sportabteilungen zur Gründungsversammlung in den Kolpingsaal des Schützenhofes eingeladen. 53 Interessenten waren erschienen und stimmten für die Gründung eines DJK-Vereins in Flörsheim mit dem Namen DJK Sportclub Schwarzweiß 1924 Flörsheim. In den Vorstand wurden folgende Personen gewählt:

1. Vors. Roland Schader
2. Vors. Willy Platt  
1. Schriftführer Norbert Ritz
2. Schriftführer Heinz Schultheis
Kassierer Alois Wolf
Pressewart Heinz Dienst
Zeugwart Karl Dieser
Leiter Fußball Christoph Boller
Leiter Handball Karl Reith
Leiter Leichtathletik Heinz Schultheis
Als geistlicher Beirat gehörte Herr Kaplan Erich Väth, der auch der Hauptinitiator für die Gründung war, zum Vorstand.
Unser Verein wurde Mitglied im DJK-Hauptverband und im Landessportbund Hessen sowie in den einzelnen Fachverbänden (z.B. DFB).
Um den wiedergegründeten Verein der Öffentlichkeit vorzustellen, wurden am 09.05.1954 ein Sporttag und eine Wiedergründungsfeier veranstaltet.
Am Nachmittag spielte unsere 1. Mannschaft ihr erstes Spiel und gewann gegen die DJK Helvetia Kirdorf mit 3:2 Toren in der Aufstellung:
Fuhrmann, O.Wolf, Rinkart, Schneider, E.Ruppert, Richter, Mähner, Schleidt, Lauck, R.Ruppert, K.H.Müller
In der Feierstunde am Abend hielt Alt-DJK-ler Erich Jäger die Festrede. Er überreichte anschließend dem jungen Verein eine Statue und den Tischwimpel der 1935 verbotenen DJK Kickers mit dem Wunsch, dass der Verein nach den Grundsätzen der alten DJK weiterarbeiten möge.

 

 

1954 bis 1969

 

Da viele Spieler sowohl Handball als auch Fußball spielten, entschied man sich im Herbst 1954, den Handball ruhen zu lassen, um die Spieler nicht zu überlasten. Bis 1962 war die DJK praktisch ein reiner Fußballverein. Obwohl es immer eine kleine Gruppe gab, die Leichtathletik betrieb, wurde erst 1962 eine offizielle Leichtathletikabteilung gegründet.
In der Saison 1955/1956 konnten die Fußballer des jungen Vereins bereits 2 Senioren-, 2 Jugend- und 2 Schülermannschaften melden und am 1. April 1956 hatte die DJK genau 186 Mitglieder.

 

Spielszene 1956

 Viele dieser damaligen Schüler finden Sie auf den Bildern der Meistermannschaften von 1961 und 1963 wieder.

 

Auf diesem Bild sind gleich drei Jugendleiter der DJK zu sehen.
Ganz links, Josef Ruppert, der erste Jugendleiter nach der Wiedergründung.
In der obersten Reihe links, sein Nachfolger Georg Döll, und dessen Nachfolger, Willi Mohr (damals noch Schüler), steht neben Josef Ruppert.
Die Namen der weiteren Personen, soweit sie bekannt sind (von links und von oben):
Werner Rühl, Heinz Overlack, ??, Günter Guckenbiel, Christoph Boller, Philipp Nauheimer, Karl Heinz Wittekind, Philipp Dörrhöfer, Roland Weilbächer, Alois Wolf, Clemens Schneider, Toni Ruppert, Dieter Reuter, Fritz Rinkart, Horst Finger, Ewald Ruppert, Erich Mähner, Werner Ruppert, Hubert Fuhrmann, Hermann Mitter, Reinhold Ruppert, Heinz Josef Lauck, ??, Karl Bertram, Wolfgang Klein, Leo Ferscher, Dieter Müller, Reinhold Jäger, Paul Stoll, Gerdfried Rath, ??, Hans Josef Klee, ??, Manfred Ruppert, Gerhard Rühl, Bernd Ludwig, Franz Josef Laufenberg, Hans Joachim Michel, Hans Otto Guckenbiel, Wolfgang Jäger, Wolfgang Gries, ??, Winfried Ruppert, Engelbert Kohl, Lothar Ruppert, Ferdi Nauheimer, Franz Josef Weifenbach

 

 

Ein Höhepunkt im Jahre 1959 war am 15/16. August die Einweihung des Sportplatzes an der Opelbrücke und unserer Umkleideräume.
Das 2. Landessportfest des BDKJ und der DJK am 18./19. Juni 1960 in Rüsselsheim brachte auch unserem Verein einige Arbeit, fanden doch auch bei uns in Flörsheim und sogar im benachbarten Weilbach Wettkämpfe dieses großen Sportfestes statt. Außerdem waren wir Gastgeber der am Sportfest teilnehmenden Berliner DJK-Mannschaft.
In der Saison 1960/1961 gelang es der 1. Mannschaft in die B-Klasse aufzusteigen. Mit der Erringung der Meisterschaft war ein wichtiger Schritt getan und es begann ein neuerlicher Aufschwung.

Meistermannschaft 1961
Stehend: Spielausschussvorsitzender Hubert Fuhrmann, Franz Josef Laufenberg, Engelbert Kohl, Jürgen Lapawzcyk, Alois Wolf, Günter Rohrbeck, Hans Schwerzel, Ernst Schöniger, Franz Theis, Roland Weilbächer, Philipp Dörrhöfer, Hubert Elsener, 1. Vorsitzender Roland Schader, Trainer Henne Rathmann.
Knieend: Helmut Munkwitz, Willi Mohr, Karlheinz Wittekind, Hubert Fuhrmann, Ewald Ruppert, Erich Mähner, Werner Ruppert.

 

Als Roland Schader sich immer mehr in der Diözese beim Auf- und Ausbau der DJK-Bewegung engagierte, gab er 1962 den Vereinsvorsitz an Willy Platt ab.
Im gleichen Jahr wurde die Leichtathletikabteilung gegründet. Erster Abteilungsleiter war Reiner Eisenstein.
Ebenfalls 1962 war das Sportgelände an der Opelbrücke durch die Stadt Flörsheim neu gestaltet und den Flörsheimer Vereinen anlässlich der Einweihungsfeierlichkeiten übergeben worden. Eine Auswahlmannschaft aus Spielern des SV 09 Flörsheim und unseres Vereins spielte gegen Opel Rüsselsheim. Die übrigen Mannschaften beider Vereine standen sich in einem Clubkampf gegenüber.
Bereits eine Woche später bestand die Sportanlage ihre erste Probe. Wir waren Veranstalter des Diözesanfußballturniers 1962. Sowohl unsere 1. Mannschaft als auch unsere Reserve erspielten dabei den 1. Platz ihrer Klasse und wurden Diözesansieger. Einige Wochen später wurde unsere Jugend ebenfalls Diözesansieger.
1963 führte die Leichtathletikabteilung erstmals ein Vereinssportfest durch. Die 120 Teilnehmer konnten insgesamt 39 Leistungsabzeichen des hessischen Leichtathletikverbandes erringen.
In der Saison 1962/63 wurde unsere 1. Mannschaft in einem dramatischen "Endspiel" in Schwanheim Meister in der B-Klasse und stieg in die A-Klasse auf. Bernd Ludwig war es, der kurz vor Spielende einen Elfmeter sicher zum Ausgleich verwandelte und die Meisterschaft der DJK sicherstellte.

Meistermannachaft 1963
Stehend: Hubert Fuhrmann, Trainer Henne Rathmann, Alois Wolf, Franz Josef Laufenberg,??, Franz Theis, Horst Mohr, Josef Ruppert, ??, ??, ??, Bernd Ludwig, 1. Vorsitzender Willy Platt.
Knieend: Heribert Hahn, ? Konhäuser, Ewald Ruppert, Engelbert Kohl, Hubert Fuhrmann, ??, ??, Helmut Munkwitz,  nicht auf dem Bild ist der neue Spielausschussvorsitzende Alois Flesch.

 


Nach dem Aufstieg in die A-Klasse spielte die 1. Mannschaft in der gleichen Klasse wie der Lokalrivale SV 09. Zum ersten Lokal-Derby kamen über 2.000 Zuschauer, es endete 2:2 unentschieden. Unsere 1. Mannschaft erreichte in dieser Saison den 5. Platz.
Das Lokal-Derby fand jetzt regelmäßig statt. Nach acht Siegen und sechs Unentschieden musste die DJK erst nach 11 Jahren, im 15. Spiel, die erste Niederlage hinnehmen.
Insgesamt fanden bisher 44 Derbys statt, von denen wir 20 gewinnen konnten, 16 endeten unentschieden und achtmal hatte der SV 09 die Nase vorn.
Unsere Jugend startete damals mit einer A-Jugend-, einer B-Jugend-, 3 C-Jugend- und 2 D-Jugendmannschaften in die Saison 63/64 und war damit die stärkste Jugendabteilung im Kreisgebiet.
1968 begann die Planung für unsere erste Flutlichtanlage. Gespräche mit Gemeinde, Verwaltungen auf Kreis- und Landesebene, Sponsoren und Helfern ließen das ehrgeizige Projekt langsam reifen. 1969 konnten die Arbeiten an der Flutlichtanlage aufgenommen, die Rohre zusammengeschweißt, gestrichen sowie die Lichtkörbe montiert werden. 1970 war es dann soweit und die Masten bestrahlten unseren Sportplatz. Diese Anlage ist fest mit einem Namen verbunden; nämlich mit unserem langjährigen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden, Willy Platt.

 

 

1969 bis heute

 

Bis 1969 wurde neben Fußball nur Leichtathletik betrieben. Das änderte sich mit dem Bau der Sporthallen des Graf-Stauffenberg-Schulzentrums. Es ist das Verdienst von Willy Platt und seiner Vorstandsmannschaft, dass sie diese Chance ergriffen und den DJK-Sport-Club ab 1969 zu einem Breitensportverein ausbauten.
Die ersten neuen Sportarten waren Turnen, Frauengymnastik und Wettkampfgymnastik.
Turnen ist untrennbar mit dem Namen Wilhelm Ziemer verbunden. Er, seine Frau und seine ganze Familie haben sich um Aufbau und Fortbestand über viele Jahre verdient gemacht.
Das Turnen mit Jugendlichen ließ sich nicht dauerhaft umsetzen. Aber Kinderturnen sowie die Gruppe „Mutter & Kind“ (ab 1969) oder später das „Purzelturnen“ (ab 1977) gibt es heute noch.
Was Wilhelm Ziemer für das Turnen war Katharina Zander für die Frauengymnastik. Ein solches Angebot hatte in Flörsheim gefehlt. Scharenweise kamen die Frauen zu den Übungsstunden. Nach gut einem Jahr waren es bereits über Hundert.
Einige junge Frauen wollten Gymnastik nicht nur zum körperlichen Wohlbefinden, sondern auch als Leistungssport betreiben. Da traf es sich gut, dass Ida Richter auf Diözesanebene eine Wettkampfgruppe zusammenstellte. Wegen der guten Trainingsbedingungen machten Ida Richter und Magdalena Hoyer Flörsheim zu einem Schwerpunkt für Gymnastik und Tanz.
Seit 1973 nehmen unsere Wettkampfgruppen an den alle 4 Jahre stattfindenden DJK-Bundessportfesten mit großem Erfolg teil. Dabei erreichten die Gruppen immer einen Platz unter den ersten drei.
Die erste Goldmedaille wurde 1977 beim Bundessportfest der DJK in Mainz gewonnen. Weitere Goldmedaillen folgten 1985 in Ingolstadt, 1989 in Düsseldorf, 1993 in Bamberg und 2012 in St. Ingbert..
Willi Mohrs Vorschlag, auch eine Judoabteilung aufzumachen, stieß anfangs auf Skepsis. Doch nach dem Motto „wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg“, ließ er nicht locker und 1970 wurde die Judoabteilung gegründet. Bald fand sich in Reinhold Habicht auch ein engagierter Abteilungsleiter.
Bereits ein Jahr später konnte die erste Gürtelprüfung für 40 Aktive abgenommen werden. Im Dezember 1972 wurde eine 10x10 Meter große Matte angeschafft, die die stolze Summe von 8.600 DM kostete.
Ab 1978 wurden auch Selbstverteidigungskurse abgehalten.
Unser Verein war von ca. 200 Mitgliedern 1962 auf knapp 600 Personen 1971 angewachsen. Das forderte neue Informations- und Identifikationsmöglichkeiten. Mit der Herausgabe der Vereinszeitschrift „Blickpunkt“ wurde man 1971 diesem Bedürfnis gerecht. Initiator war Mathias Lauck, der die Redaktion später an Herman Terweiden und Joachim Heberlein abgab. Werner Ruppert sorgte für den Druck und Helga Schader, die Witwe unseres ersten Nachkriegsvorsitzenden, organisierte die Verteilung. Heute zeichnet sich K.J. Schäfer für den Inhalt verantwortlich.

Eine weitere Möglichkeit, die DJK nach außen darzustellen, bot der Flörsheimer Fastnachtszug. Hier war Willi Mohr der Initiator und seither nimmt die DJK alljährlich mit einer stattlichen Gruppe an diesem traditionellen Flörsheimer Ereignis teil.

 

1975 wurde die Volleyballabteilung von Mathias Lauck, Klaus Josef Schäfer und Ottokar Gzonka gegründet. Der erste Abteilungsleiter war Mathias Lauck. Man startete 1975 mit männlichen und weiblichen Jugendlichen und Erwachsenen. Wettkampfmäßig reichte es zunächst aber nur zu einer Männermannschaft.
Heute ist das anders, da dominieren die jungen Damen.

1977 gewann unsere Gymnastik-Wettkampfgruppe die Goldmedaille beim DJK-Bundessportfest in Mainz.

Die Fußballer wurden Meister der B-Klasse und stiegen in die A-Klasse auf.

Meistermannschaft 1977: Josef Ruppert, Dieter Groh, Josef Flesch, Hans Werner Mellinghoff, Dieter Schilb, Alois Platt, Jürgen Bengel, Hans Kött, Rolf Prokaski, Wilfried Paul, Manfred Elsener

 


1978 trat unser langjähriger 1. Vorsitzender, Willi Platt, zurück und wurde zum Ehrenvorsitzenden unseres Vereines ernannt. Im gleichen Jahr wurde das Pfarrgemeindezentrum eingeweiht und wir können auch diesen Saal für sportliche Aktivitäten nutzen.

Am 22. Januar 1979 - nachdem wir fast ein Jahr ohne 1. Vorsitzenden waren - wählte die Jahreshauptversammlung Dr. Max Hropot zu ihrem Präsidenten. Bewährtes erhalten und für neue Ideen aufgeschlossen, so führte Dr. Max Hropot den Verein sicher durch die Jahre. Dabei war ihm wichtig, dass neben dem Angebot zu sportlicher Betätigung auch das gemeinschaftliche Erleben im Mittelpunkt steht. Oder wie er es bei einer Ansprache ausdrückte:
„Das gemeinsame Erlebnis ist letztlich wichtiger als das sportliche Ergebnis“

Im Frühjahr 1979 geging der Diözesanverband Limburg und die DJK Flörsheim ihr 25jähriges Wiedergründungsfest. Der große Erfolg dieser Veranstaltung veranlasste die Vereinsführung jetzt jährlich eine Feier zu veranstalten. So entstand das "Frühlingsfest", das über viele Jahre hin ein fester Bestandteil unseres Vereinslebens blieb. Aber nichts ist von Dauer und so fand dieses Fest Ende der 80er Jahre nicht mehr die nötige Resonanz. Abgelöst wurde das Frühlingsfest durch eine Feier im Clubheim, bei der unsere Jubilare und verdienten Sportler geehrt wurden, und den vielen ehrenamtlichen Helfern im Verein gedankt wurde.
Im gleichen Jahr ging unser unvergessener Kassenwart Herman Urban daran, die Mitgliedsbeiträge per Bankeinzug einzuziehen.

Auch das Jahr 1980 verlief ereignisreich. Nach insgesamt 5jähriger Vorbereitung führten Bürgermeister Dieter Wolf, Pfarrer Rolf Kaifer und unser Vorsitzender Max Hropot den 1. Spatenstich für das neue Clubhaus aus.

Ende 1981 stand bereits der Rohbau. In diesem Jahr wird Horst Schell zum Diözesanvorsitzenden gewählt und Paul Reubold tritt seine Stelle als Geschäftsführer des Verbandes an.

Wichtig für die Entwicklung des Vereins war auch das Jahr 1982. Die neue Graf Stauffenberg Halle wurde eingeweiht und damit verbesserten sich die Trainingszeiten. Viele werden sich aber noch an die schwierigen Verhandlungen erinnern.

Ein Jahr später konnten wir das 1.000 Mitglied begrüßen, es war Karin Schrank in der Abteilung Aerobic.
Am 17. Juni 1983 waren wir Ausrichter des DJK-Wandertages des Landesverbandes Hessen. Die Leichtathleten hatten Strecken von 10 und 18 km ausgeschildert und die Fußballer sorgten für das leibliche Wohl. Die Einnahmen daraus halfen uns, die Clubräume unseres Heimes fertig zu stellen und so konnten wir den 1. Stock unseres Clubhauses 1984 einweihen.

1984 wurden die Fußballer Meister der B-Klasse und steigen in die A-Klasse auf,
1985 gewann unsere Gymnastik-Wettkampfgruppe die Goldmedaille beim DJK-Bundessportfest in Ingolstadt,
1986 Abstieg der Fußballer aus der A-Klasse,
1987 Wiederaufstieg der Fußballer in die A-Klasse

Der Ausbau unserer Umkleidekabinen schritt weiter voran und Anfang 1988 ist alles unter Dach und Fach.
Beim DJK-Wandertag in Rüsselsheim waren wir in diesem Jahr besonders zahlreich vertreten und konnten den Wanderpokal für die größte zurückgelegte Strecke erringen.

1989 gewann unsere Gymnastik-Wettkampfgruppe die Goldmedaille beim DJK-Bundessportfest in Düsseldorf.

1990 wurde unsere Geschäftsstelle eröffnet, ein Computer angeschafft und unter Leitung von Roland Mähner ein Kinderspielplatz und eine Grillhütte gebaut.
Leider vergebens, wie wir kurz nach der Einweihung schmerzlich feststellen mussten.

1991 wurde unserer Fußballabteilung der Sepp-Herberger-Preis für vorbildliche Jugendarbeit verliehen.

 

 

1993 gewann unsere Gymnastik-Wettkampfgruppe zum vorerst letzten Mal die Goldmedaille beim DJK-Bundessportfest in Bamberg.

1994 stand im Zeichen der Feierlichkeiten zum 70jährigen Jubiläum. Ein Festgottesdienst unter dem Motto "Fair geht vor", ein Jubiläumsball in der Stadthalle sowie die Judo Kreismeisterschaften, ein Volleyball-Turnier und ein großes Sportfest an der Opelbrücke und ein Spiel unserer Soma gegen die Uwe-Seeler-Traditionsmannschaft bildeten den Rahmen.

 

Uwe Seeler im Schatten von Horst Mohr

1995 fand der 16. DJK-Wandertag in Flörsheim statt. Die Messe wurde vom Geistlichen Beirat des Diözesanverbandes Pater Egon Harnischfeger gehalten, der nur wenige Tage später überraschend verstarb.


1996 wurde das Angebot im Kampfsport um Ju-Jutsu erweitert
Ju-Jutsu und Judo bilden seitdem die Abteilung Budo.


1997 erreichten die Wettkampfgruppen Gymnastik und Tanz ("Domino" unter der Leitung von Martina Rößel und Birgit Bartels und "Danzate" unter der Leitung von Magdalena Heuer und Katharina Jumeaux) beim DJK Bundessportfest in Düsseldorf eine Silbermedaille und eine Bronzemedaille.
Im November 1997 trafen sich 10 (ältere) Herren im Clubhaus und gründeten die Gruppe „Ü-50“. Wie sich herausstellte, eine gute Idee von Klaus Josef Schäfer, da sich die Gruppe wachsender Beliebtheit erfreut.

 

Die Ü 50:
Karl-Heinz Elsener, Richard Lauck, Manfred Hüller, Günther Richter, Horst Zorn, Philipp Dörrhöfer, Alois Wolf, Dieter Renhard, Heinz-Josef Klee, Franz-Josef Laufenberg, Ewald Ruppert, Otto Wolf, Erich Mehner, Josef Ruppert, Bernd Ludwig, Karl-Heinz Wittekind.

 


Im März 1998 fand die erste Gymnastik- und Tanz-Matinee statt. Eine hervorragende Veranstaltung mit nachhaltiger Resonanz. Weitere Veranstaltungen folgen seitdem im zwei Jahres Rhythmus. Die Idee, Organisation und Umsetzung liegt in den Händen der Gruppe "Alte Hasen", unserer ersten Wettkampfgruppe.

 

Die alten Hasen:
Marliese Wissenbach, Gudrun Urban, Birgit Bartels, Luzia Platt, Ellen Ruhland, Rosi Neuhaus, Lydia Beer, Martina Rößel, Thomas Weber, Klaus Waldeck

1998 wurde die alte Flutlichtanlage durch eine moderne Anlage ersetzt.

Auch das Jahr 1999 war ein Jubiläumsjahr, das mit einem Festgottesdienst unter dem Motto "Die Rennbahn des Lebens" begann. Im Pfarrgemeindezentrum traf man sich zu einer gelungenen Geburtstagsfeier.

Im Jahre 2000 kandidierte - nach 21 Jahren im Amt - Max Hropot nicht mehr für den 1. Vorsitzenden. Aber er konnte das Vereinsruder mit gutem Gewissen in andere Hände legen. Mit dem langjährigen Geschäftsführer Klaus Josef Schäfer als 1. Vorsitzenden, Wolfgang Jäger als 2. Vorsitzenden, Lydia Beer als Geschäftsführerin sowie Brigitte Schader als Schriftführerin, Birgit Bartels als Sportwartin und Lothar Lorenz als Kassenwart wurde ein vollständiger und kompetenter Vorstand gewählt.
Als Nachfolge der Gruppe "Sie und Er", die von Herrn Ziemer viele Jahre geleitet wurde, etablierte sich im Jahr 2000 die Gruppe "Fit in Form", die von Frau Beatrix Rinkart geleitet wird.

2001 war es soweit und die DJK präsentierte sich auch im Internet
Unter www.djk-floersheim.de findet man alle wichtigen Informationen zu unserem Verein.
Im gleichen Jahr erreichten die Wettkampfgruppen Gymnastik und Tanz ("Domino" und "Alte Hasen" unter der Leitung von Martina Rößel und Birgit Bartels und "Danzate" unter der Leitung von Magdalena Heuer und Katharina Jumeaux) zwei Silber- und eine Bronzemedaille beim DJK Bundessportfest in Koblenz.
Beim Landesturnfest in Bad Homburg gewinnt die Wettkampfgruppe "Domino" den Hessischen Pokalentscheid, die "Alten Hasen" werden mit der Höchstwertung im Turnschaukasten belohnt.

Auch 2002 legten die DJK-ler die Hände nicht in den Schoß. Nachdem das neue Clubhaus zur Heimstatt für die DJK-ler wurde, sollte die alte Umkleidekabine, mit der viele Erinnerungen verbunden waren, endlich abgerissen werden. Nach etlichen Monaten der Vorbereitung - man glaubt gar nicht, was für einen Abriss alles notwendig ist - wurde die Spitzhacke angelegt und das Haus durch Mitglieder der Abteilung Fußball dem Erdboden gleich gemacht.
Beim Deutschen Turnfest in Leipzig erreichte die Tanzformation "Domino" die Höchstwertung im Turnschaukasten. Die "Alten Hasen" wurden im Bereich Gymnastik und Tanz ebenfalls mit der Höchstwertung belohnt.

Im Bemühen das Angebot gezielt weiter auszubauen, wurde 2003 unter der Leitung von Franz Theis eine Wandergruppe gegründet. Ein Angebot, das sich längst etabliert hat.

Die Wandergruppe:
Lydia Theis, Monika Klepper, Elfriede Theis, Heinrich Theis, Franz Theis, Winfried Klepper, Beatrix Rinkart, Heidi Schober, Heinz Schempp, Klaus Josef Schäfer

 

Das Jahr 2004 stand überwiegend im Zeichen unseres Jubiläums.
Ein festlicher Kommers mit Jubilarenehrung, ein Festgottesdienst, ein Jubiläumsball sowie ein Kinderturnfest, eine Tanzmatinee, ein Jugendfußballturnier, der Hessenpokal der Volleyball-Damen und ein Spiel unserer 1. Fußballmannschaft gegen Rot Weiß Oberhausen bildeten den Rahmen.
Unserer Fußballabteilung wurde zum zweiten Mal der Sepp-Herberger-Preis für vorbildliche Jugendarbeit verliehen.
Im gleichen Jahr wurde das Sportangebot um zwei Gruppen erweitert:
Eine Leichtathletikabteilung für Kinder - erste Trainerin Beate Sondermann, erster Abteilungsleiter Uwe Jedzini -
und
Nordic Walking unter Leitung von Beatrix Rinkart.

 

In der Saison 2006/2007 wurden unsere Fußballer Meister in der Kreisliga A und stiegen in die Bezirksliga (heute Kreisoberliga) auf.
Das Bild zeigt den frisch gebackenen Meister nach dem letzen Spiel in Höchst, das mit 3:1 gewonnen wurde.


Wie gut unsere Fussballer traditionell aufgestellt sind, zeigt der Erfolg der 2. Mannschaft, die im gleichen Jahr Meister der Reserverunde wurde und ab der Saison 2007/2008 in die Kreisliga C wechselte. Dort gelang ihnen auf Anhieb in der Saison der Aufstieg in die Kreisliga B.

 

2009 wurde die Darbietung unsere Showtanzgruppe Anyata beim Deutschen Turnfest in Frankfurt mit "ausgezeichnet" bewertet.

 

Am 20.06.2010 veranstaltete unsere Wanderabteilung den 31. Wandertag des DJK-Landesverbandes Hessen. Eine Großveranstaltung mit über 300 Teilnehmern, die zwischen drei Routen von 5, 10 oder 15 km wählen konnten.
Mit 78 Teilnehmern erwanderten unsere Mitglieder insgesamt 910 Kilometer. Damit waren wir die Nummer 1 auf dem Siegertreppchen und Gewinner des begehrten Wanderpokals.

Preisverleihung

Im gleichen Jahr gewann unsere Showtanzformation Anyata erstmals beim hessischen Landesentscheid des „Rendezvous der Besten“. Beim Bundesfinale in Hanau konnten die Tänzerinnen ihre sensationelle Erfolgsserie fortsetzen, sich gegen 50 Gruppen aus dem gesamten Bundesgebiet durchsetzen und wurden mit dem höchsten Prädikat des Deutschen Turnerbundes "Showgruppe 2010" ausgezeichnet.

 

Anyata nach der Siegerehrung beim Hessischen Landesentscheid 2010

 

2011 belegte die Showtanzformation Anyata beim hessischen Landesentscheid „Rendezvous der Besten“ Rang 2, qualifizierte sich somit erneut für das Bundesfinale und erhielt dort zum zweiten Mal in Folge die höchstmögliche Auszeichnung des Deutschen Turnerbundes.
Zudem baute die Abteilung Gymnastik ihr Angebot im Gesundheitssport kontinuierlich aus. Neben Nordic Walking, Rückenfitness und Osteoporose-Prävention fanden die ebenfalls mit dem "Pluspunkt Gesundheit" zertifizierten Pilates- und AROHA-Kurse großen Anklang.

2012 erreichte die Showturngruppe „Mapindus“ beim hessischen Landesentscheid der Turnjugend (TuJu-Stars), der von unserem Verein ausgetragen wurde, den zweiten Platz und qualifizierte sich für das Bundesfinale.
Die Showtanzformation Anyata gewann die deutsche DJK-Meisterschaft in St. Ingbert.
Im gleichen Jahr wird eine Solaranlage zur Wassererwärmung und Heizungsunterstützung auf dem Dach unseres Clubheims installiert.

2015 Doppelaufstieg bei der DJK. In die Gruppenliga Wiesbaden und in die Kreisliga A Main Taunus Kreis. Schon vier Tage vor Saisonende haben sowohl die erste als auch die zweite Mannschaft der DJK Flörsheim als Meister ihrer Fußball-Spielklassen den Aufstieg klargemacht.

2016 In der Saison 2014/15 hatte die sich Mannschaft der DJK Flörsheim recht souverän den Titel in der Fußball-Kreisoberliga geholt und war in die Gruppenliga aufgestiegen. In der jetzt abgelaufenen Runde folgte dort der zweite Rang hinter dem Meister SV Zeilsheim. Dies führte zu den beiden Aufstiegsspielen gegen den VfB Wetter aus der Region Gießen/Marburg. Nach der glatten 0:3-Niederlage im Hinspiel belohnten sich die Flörsheimer im Rückspiel vor einer beachtlichen Kulisse mit einem deutlichen 5:0 für ihre engagierte Leistung. Dies brachte erstmals in der Vereinsgeschichte der DJK Flörsheim den Sprung in die Verbandsliga Mitte.

2017 Abstieg in die Gruppenliga und direkter Aufstieg in die Verbandsliga

2018 DJK Flörsheim zieht zurück und wird nach der Winterpause in der Verbandsliga  nicht mehr antreten und startet in der kommenden Saison in der Kreisliga A Main Taunus Kreis

 

Heute sind wir mit mehr als 1000 Mitgliedern nach wie vor der größte Verein im Diözesanverband Limburg. Im DJK-Landesverband sind wir - nach der DJK Bensheim mit über 3.000 Mitgliedern - der zweitgrößte Verein. Eine Position, die wir gerne inne haben, und die es durch Qualität und Einsatz zu verteidigen gilt.

 

 

 

DJK – Vorsitzende seit 1924

1924 bis 1929         Karl Schichtel
1929 bis 1930         Anton Hartkorn
1930 bis 1932         Friedrich Reul
1932 bis 1935         Ferdinand Treusch
1954 bis 1962         Roland Schader
1962 bis 1978         Willy Platt
1979 bis 2000         Dr. Max Hropot
2000 bis 2019         Klaus Josef Schäfer
2019 bis 2021       2. Vorsitzende Josef Stübing

2021 bis heute      Michaela Richter